Freizeitentdecker im Alltag: Mit Hund und Herz niemals alleine unterwegs

Wer mich kennt, weiß: Ohne meine beiden Schnauzer bin ich eigentlich nur ein halber Mensch. Jeden Morgen, wenn das erste Licht durch die Vorhänge blinzelt, manchmal auch schon davor, stehen zwei feuchte Nasen bereit, hungrig und wild darauf die erste Runde auf Schnüffeltour zu gehen. Es gibt kein „Ich bleibe heute mal liegen“ oder „Das Wetter ist mir zu ungemütlich“. Meine Hunde sind meine persönlichen Fitnesstrainer auf vier Pfoten. Sie fordern ihre 10.000 Schritte täglich ein, egal ob es stürmt, schneit oder die Sonne lacht. Und ganz ehrlich? Ohne diesen sanften Druck der zwei Sturköpfe würde ich wohl öfter mal die gemütliche Couch und stricken oder ein Buch lesen vorziehen. Aber als Freizeitentdecker weiß ich: Das wahre Leben findet draußen statt, und mit Hunden an der Seite wird jeder Spaziergang zu einer kleinen Expedition.

Der Rhythmus der 10.000 Schritte

Manchmal werde ich gefragt, wie ich das schaffe, jeden Tag so konsequent in Bewegung zu bleiben. Die Antwort ist einfach: Ich sehe es nicht als Pflicht, sondern als Privileg. In der Lebensphase, in der wir oft mehr Zeit für uns selbst haben, ist Bewegung das wichtigste Kapital. Die 10.000 Schritte sind für mich kein starrer Wert auf einem Fitnessarmband, sondern eine Stunde Freiheit, Nachdenken und Naturgenuss.

Wenn ich mit meinen Schnauzern durch den Wald streife, kommen mir oft die besten Ideen für Beiträge, meine bunten Jacken oder für den nächsten Ausflug mit meinen Enkeln. Es ist eine Form der Meditation in Bewegung. Und wer einen Hund hat, weiß, dass man niemals wirklich einsam ist. Man kommt ins Gespräch, vor allem mit anderen Hundebesitzern wenn das erste Anbellen sich beruhigt hat, mit Nachbarn oder einfach mit neugierigen Spaziergängern. Diese kleinen sozialen Kontakte am Wegesrand sind das Salz in der Suppe unseres Alltags.

Das Pony-Abenteuer: Neue Wege im besten Alter

Früher hatte ich zu Pferden eigentlich gar keinen Bezug. Wenn mir jemand vor zehn Jahren gesagt hätte, dass ich einmal meine Freizeit im Stall verbringen würde, und mit einem Pony durch die Wiese streifen, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Aber das ist das Schöne am Älterwerden: Wir können uns immer noch neu erfinden. Wir können Dinge ausprobieren, die wir uns früher nie zugetraut hätten.

Meine Enkel finden es klasse, dass ihre Oma nicht nur bunte Jacken strickt, sondern auch mit auf das Klettergerüst steigt oder mit dem Pony über die Wiese wandert.

Dabei stelle ich fest: Die Zeit mit den Tieren und den Kindern hält mich beweglicher als jedes Fitnessstudio. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Ruhe des Tieres auf die Kinder abstrahlt und auch auf mich. Wir „stehlen zwar keine echten Pferde“, aber wir stehlen uns kostbare Momente aus dem Alltag, die uns niemand mehr nehmen kann.

Die perfekte Ausrüstung für jedes Wetter

Wenn man wie ich täglich bei jedem Wetter draußen ist, lernt man eine Sache ganz schnell: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Bunte Kleidung und warme Jacken, halten nicht nur warm sondern können auch gute Laune verbreiten. Ein grauer Regentag verliert sofort seinen Schrecken, wenn man im leuchtenden Pink oder kräftigen Türkis unterwegs ist.

Dazu kommen natürlich gute Schuhe und ein Rucksack, der alles bereithält, was man als Freizeitentdecker so braucht. Ein Wassernapf für die Schnauzer, ein paar Leckerlis (auch für das Pony, wenn wir es besuchen) und natürlich ein kleiner Snack für mich. In meinem Beitrag über Tagesausflüge für Senioren habe ich ja schon darüber geschrieben, wie wichtig die richtige Vorbereitung für kleine Fluchten aus dem Alltag ist. Aber das Wichtigste, was man dabei haben sollte, ist die Neugier.

Warum wir neugierig bleiben müssen

Ich glaube fest daran, dass die Neugier unser stärkster Motor ist. Ob wir einen neuen Wanderweg in der Nachbarschaft entdecken, uns an ein schwieriges Strickmuster wagen oder eben mit 60 plus plötzlich lernen, wie man mit einem Pony umgeht: Jedes neue Erlebnis hält unser Gehirn jung und unser Herz weit.

Die täglichen Runden sind wichtig und halten wach. Manchmal entdecke ich eine Pflanze, die ich noch nie gesehen habe ( Wir klären dann mit den Enkeln dank Smartphone im Gepäck, ob sie giftig ist für das Pony und wie sie heißt!) oder ich beobachte, wie sich das Licht im Wald je nach Jahreszeit verändert. Diese kleinen Details machen das Leben reich. Es geht für Freizeitentdecker nicht um die großen Reisen ans andere Ende der Welt. Es geht darum, mit offenen Augen (am besten mit denen eines Kindes) durch die eigene Umgebung, den Alltag zu gehen.

Fazit: Einfach losgehen

Mein Rat an alle, die vielleicht noch zögern: Wartet nicht auf das perfekte Wetter oder den perfekten Moment. Schnappt euch eure Hunde wenn ihr habt, eure Enkel wenn zum Schnappen da, oder einfach nur eure bunteste Jacke und geht los. Das Leben wartet nicht auf uns, es findet jetzt statt. Und wenn ihr am Abend mit müden Beinen, aber einem Lächeln im Gesicht auf dem Sofa sitzt, dann wisst ihr, dass ihr alles richtig gemacht habt.

Für Freizeitentdecker die mehr Abenteuer suchen lohnt sich folgender Beitrag: Dauerkreuzfahrer Senioren

Von Petra

Als „Pony-Oma“ und Freizeitentdeckerin bin ich täglich mit zwei Schnauzern in der Natur unterwegs. Für unsere Agentur erzähle ich mit Herz und Fachwissen von Ideen, Tipps und Gedanken authentisch, bunt und objektiv aus dem Alltag.