Wanderung Neidlingen: Wandergenuss für jedes Alter zwischen Riesen und Ruinen

Entdecke die wilde Schönheit der Schwäbischen Alb und lass dich von einer Wanderung begeistern, die Natur, Geschichte und echte Abenteuer miteinander verbindet. Rund um den idyllischen Ort Neidlingen, bekannt für seine Kirschblüte und das sanfte Tal, wartet eine etwa 5,5 Kilometer lange Tour, die ein Erlebnis für alle Generationen bietet. Vom romantischen Ausblick über die Ruine Reußenstein bis hin zur sagenumwobenen Heimensteinhöhle ist hier alles geboten, was das Herz eines aktiven Entdeckers höher schlagen lässt.

Ein Erlebnis für alle Sinne auf der Alb

Die Schwäbische Alb ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde. Doch die Route rund um Neidlingen hält eine ganz besondere Mischung bereit: Hier wechseln sich dichte, schattige Wälder mit spektakulären Felsvorsprüngen ab. Die Tour führt uns durch Naturschutzgebiete, vorbei an historischen Rastplätzen und zu geologischen Highlights, die uns staunen lassen.

Besonders für Großeltern ist dieser Weg ein wunderbares Ziel. Warum? Weil er die perfekte Länge hat, um die Enkelkinder bei Laune zu halten, ohne sie zu überfordern. Gleichzeitig bietet er genug „Stoff“ für spannende Geschichten am Wegesrand. Wer mit Begeisterung dabei ist, merkt gar nicht, wie die Kilometer verfliegen. Es ist genau diese Art von Bewegung, die uns hilft, fit und beweglich zu bleiben, während wir gleichzeitig wertvolle Erinnerungen mit der Familie schaffen.

Deine Tour im Detail: Schritt für Schritt durch den Wald

Start am Wanderparkplatz Bahnhöfle

Deine Wanderung beginnt am Wanderparkplatz Bahnhöfle oberhalb von Neidlingen. Sobald du die ersten Schritte auf dem Naturweg machst, tauchst du ein in die tiefe Ruhe des Waldes. Die frische, sauerstoffreiche Luft und der weiche Waldboden federn jeden Schritt angenehm ab. Das ist Balsam für die Gelenke und der ideale Einstieg, um den Kopf frei zu bekommen. In meinem Beitrag über das Wandern für Körper und Geist erfährst du mehr darüber, wie diese Waldatmosphäre unseren Blutdruck senkt und die Seele beruhigt.

Über die Torfgrube zum Otto-Hoffmeister-Haus

Du folgst dem Weg zur historischen Torfgrube. Die friedliche Atmosphäre an diesem geschichtsträchtigen Ort lädt zum kurzen Innehalten ein. Das nahegelegene Otto-Hoffmeister-Haus erinnert an die Wanderpioniere der Region. Es ist ein schöner Ort, um kurz zu verschnaufen und die Stille zu genießen, bevor der Pfad dich weiter zum Quiekereck führt. Dieser Rastplatz mit Tisch und Bänken ist wie gemacht für eine erste kleine Stärkung aus dem Rucksack. Während du den Snack genießt, können die Enkel bereits die Umgebung erkunden und Ausschau nach den ersten Felsformationen halten.

Spektakuläre Aussichten an der Hindenburg-Hütte

Über den schattigen Drittelwaldweg erreichst du schließlich die Hindenburg-Hütte. Von hier aus eröffnet sich dir ein fantastischer Blick weit hinein in das Neidlinger Tal. An klaren Tagen kannst du die markanten Konturen der Alblandschaft bis zum Horizont verfolgen. Es ist der perfekte Ort für ein Familienfoto und bietet die Gelegenheit, den Kindern etwas über die Entstehung dieser Kalklandschaft zu erzählen. Wer sich für die geologischen Schätze unserer Heimat interessiert, sollte auch meinen Artikel über die Wanderung durch das Untere Remstal lesen, auch hier ist der Muschelkalk erwähnt, der die Basis für viele dieser beeindruckenden Formationen bildet.

Die Höhepunkte: Ruine Reußenstein und der Riese Heim

Der absolute Höhepunkt der Tour ist die Ruine Reußenstein. Sie thront majestätisch auf einem senkrechten Kalkfelsen direkt am Albtrauf. Der Blick von den alten Mauern hinab ins Tal ist atemberaubend und ein wenig schwindelerregend zugleich. Die Ruine ist ein Abenteuerspielplatz der Geschichte.

Doch es wird noch spannender: Ganz in der Nähe befindet sich der Eingang zur Heimensteinhöhle. Hier wird es Zeit, die Taschenlampen auszupacken! Nach einer alten Sage lebte in dieser Höhle einst der Riese Heim. Er soll beim Bau der Burg Reußenstein geholfen haben, indem er die schweren Steine mühelos den Berg hinaufschleppte. Solche Geschichten bringen die nötige Prise Magie in die Wanderung und sorgen dafür, dass die Enkelkinder mit leuchtenden Augen den nächsten Pfadabschnitt erkunden.

Rückweg durch den Bannwald

Nach dem Abenteuer an der Höhle führt dich der Weg über den Bannwald und den Drittelwaldweg zurück zum Ausgangspunkt. Der Abstieg ist moderat und führt durch unberührte Naturabschnitte, in denen der Wald sich selbst überlassen wird. Ein gelungener Abschluss für eine abwechslungsreiche Runde, die uns zeigt, wie viel Kraft in der Natur steckt.

Wissenswertes für deine Wanderung

  • Anforderungen: Die Route ist etwa 5,5 Kilometer lang. Mit rund 160 Höhenmetern im Auf- und Abstieg ist sie moderat und für jeden Wanderer mit normaler Grundkondition gut machbar.
  • Ausrüstung: Gutes Schuhwerk mit Profil ist wichtig, da die Pfade an der Ruine felsig sein können. Ein Muss für diese Tour: Eine zuverlässige Taschenlampe für die Höhle!
  • Dauer: Plane etwa 2,5 bis 3 Stunden ein. Die reine Gehzeit ist kürzer, aber du wirst viel Zeit an der Ruine und der Höhle verbringen wollen.
  • Verpflegung: Packe ausreichend Wasser und einen herzhaften Snack ein. Die Picknickplätze am Wegesrand sind einfach zu schön, um sie links liegen zu lassen.

Mein Extra-Tipp für den Rückweg

Falls nach der Wanderung noch Energie übrig ist, empfehle ich auf der Rückfahrt einen kurzen Stopp am Schopflocher Moor. Es ist das einzige Hochmoor der Schwäbischen Alb und bietet über einen barrierefreien Bohlenweg einen ganz anderen, faszinierenden Einblick in die Natur. Auch das nahegelegene Randecker Maar, ein ehemaliger Vulkanschlot, ist einen Abstecher wert, wenn du noch mehr über die feurige Geschichte der Alb erfahren möchtest.

Fazit: Eine Wanderung, die alle begeistert

Die Tour rund um Neidlingen ist weit mehr als nur ein Spaziergang. Sie ist eine Reise durch die Zeit, durch spannende Sagen und durch eine unberührte Natur. Mit den Enkeln teilst du das Abenteuer in der Höhle, mit Freunden genießt du die Weite am Reußenstein und für dich selbst ist es eine wunderbare Möglichkeit, dich aktiv mit unserer Heimat zu verbinden.

Bewegung in jedem Alter macht Spaß, besonders dann, wenn hinter der nächsten Biegung ein Riese oder eine Ritterburg warten könnte. Viel Freude beim Entdecken dieser unvergesslichen Route auf der Alb!


Von Klaus-D.

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