Warum das Heizen immer teurer wird – und wie wir trotz allem warm bleiben und wir plötzlich Experten für Thermostate werden sollen

Warum ist das Heizen teurer geworden? Ost-West-Unterschiede, Sanierungen und alltagstaugliche Energiespartipps ein bisschen humorvoll erklärt. Mit Humor spart es sich besser.

Es gibt Winter, die fühlen sich an wie eine Umarmung. Und dann gibt es Winter wie diesen. Jenen, in denen der Blick auf die Heizkostenabrechnung mehr Herzklopfen verursacht als jeder Horrorfilm. Kaum jemand kommt daran vorbei: Das Heizen ist teurer geworden. Und zwar so sehr, dass selbst alte Thermostat-Muffel plötzlich anfangen, mit Gradzahlen zu verhandeln wie früher auf dem Flohmarkt.

Woran liegt’s? Kurz: An fast allem. Gaspreise, Strompreise, CO₂-Abgaben, weltweite Krisen, Lieferketten, die aussehen wie ein Wollknäuel nach einer wilden Nacht mit der Katze. Und natürlich Gebäude, die nicht unbedingt dafür berühmt sind, Wärme drin und Kälte draußen zu halten.

Doch bevor wir uns komplett in unsere Decken einrollen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit oder genauer gesagt: nach Ost und West.


Tatsächlich gibt es ein Ost-West-Leben mit Unterschieden oder warum das Klischee vom energetischen „Wessi-Altbau“ stimmt

Ein Fakt, der jedes Familienfest sprengen kann: Viele Wohnungen im Osten sind heute besser saniert als im Westen. Ja, wirklich. Ich habe mich damit auseinandergesetzt das stimmt.

Aber warum das so ist:

Ganz einfach:
Nach 1990 wurde im Osten richtig was bewegt. Sanierungen im großen Stil. Dämmungen, neue Heizsysteme, Austausch ganzer Fassaden und oft aus einem Guss. Wo Städte ganze Wohnblöcke modernisierten, wurde Energieeffizienz gleich mitgedacht.

Im Westen war es anders. Dort standen viele Gebäude nicht unbedingt im Fokus großer Sanierungswellen. Viel Altbau zwar mit Charme aber eben auch viel Zugluft. Und natürlich viel Patina, die zwar in Filmen und auf schön dekorierten Bildern vom Wohnen gut aussieht, aber in der Realität dafür sorgt, dass die Heizkosten fröhlich Samba tanzen.

Dass das Heizen teurer ist, hängt also auch damit zusammen, in welcher Region man wohnt und wie tief die Sanierungsgeschichte im Mauerwerk steckt.


Die großen Energiefresser und warum moderne Geräte besser sind als ihr Ruf teuer zu sein

Während wir uns also fragen, warum das Heizen teurer ist, schlummern im Haushalt weitere Energiefresser, die einem ganz entspannt ein paar Hundert Euro und mehr im Jahr klauen können. Und das meist im Schlaf. Oder im Stand-by.

Richtig Geld sparen mit modernem Geschirrspüler ist clever sparen

Es klingt banal, aber ein Geschirrspüler kann tatsächlich ein kleiner Energiesparheld sein. Moderne Geräte spülen mit weniger Wasser, weniger Strom und intelligenteren Programmen, die sehr effizient sind

Die Zauberformel lautet:

  • Eco-Modus
  • Voll beladen
  • Kein Vorspülen aus Nervosität

Ein Geschirrspüler von heute verbraucht rund 50 % weniger als ein Gerät von vor 15 Jahren. Das ist nicht nur ein Fortschritt, das ist Haushalts-Astronomie.

Ein neuer Kühlschrank der unscheinbare Held im Kampf gegen hohe Strompreise

Kühlschränke sind wie Menschen: Manche arbeiten effizient und manche brauchen ständig eine Pause. Wenn dein Kühlschrank älter als zehn Jahre ist, zieht er Strom, als würde er für ein Kraftwerk Werbung machen.

Moderne Geräte dagegen:

  • LED-Licht
  • bessere Dämmung
  • sparsame Kompressoren
  • clevere Temperatursteuerung

Der Austausch lohnt sich fast immer. Ein alter Kühlschrank kann bis zu 200–300 kWh mehr verbrauchen. Das sind schnell 100 € im Jahr irgendwo zwischen ärgerlich und unnötig.


Sparsam duschen ist der unterschätzte Hebel im Badezimmer

Warmwasser ist einer der größten Energiefresser im Haushalt. Und genau deshalb ist „kürzer duschen“ nicht nur ein Tipp, sondern eine Art revolutionärer Akt.

Kleiner Dreh am Regler = großer Effekt.
Sparduschköpfe helfen ebenfalls. Viele reduzieren den Warmwasserverbrauch um bis zu 40 %. Man merkt es kaum außer später auf der Rechnung.


Stand-by der stille Stromfresser, der nachts aktiv wird

Viele Geräte verbrauchen Strom, obwohl sie gar nichts tun. Fernseher, Router, Drucker, Ladegeräte alle nuckeln heimlich weiter. Stand-by ist wie eine heimliche Party, von der man erst am nächsten Morgen erfährt.

Lösung: Steckdosenleisten mit Schalter. Einmal „Klick“, und die Party ist vorbei.


LED Beleuchtung bedeutet kleine Lichter, große Wirkung

LEDs verbrauchen rund 90 % weniger Energie als Glühbirnen und halten fast ein Jahrzehnt. Wer heute noch Glühbirnen verwendet, verbrennt Geld wie Kaminholz.


Temperatur senken die 6-Prozent-Regel

Wenn das Heizen teurer wird, lohnt sich der einfachste Schritt:
Ein Grad weniger Raumtemperatur = etwa 6 % Heizkosten sparen.

Klingt nach wenig, fühlt sich nach viel an, wenn man es ein paar Monate durchrechnet.


Wir werden das schaffen mit Informationen holen, Wissen und ein paar cleveren Tricks

Ja, das Heizen ist teurer. Und nein, wir müssen uns nicht kampflos ergeben. Zwischen cleveren Geräten, klugen Alltagsentscheidungen und einer Prise Humor kann jeder Haushalt viel einsparen ohne den Komfort komplett aufzugeben und im vererbten alten Pelz der Großtante vor dem Fernseher zu sitzen beim Tatort.

Deutschland ist vielleicht energetisch gespalten, aber sparen können wir überall. Und manchmal reicht ein neuer Kühlschrank, damit man sich wieder wie der Herrscher über die Nebenkosten fühlt.

Von Petra

Als „Pony-Oma“ und Freizeitentdeckerin bin ich täglich mit zwei Schnauzern in der Natur unterwegs. Für unsere Agentur erzähle ich mit Herz und Fachwissen von Ideen, Tipps und Gedanken authentisch, bunt und objektiv aus dem Alltag.